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Am Donnerstag sind wir von San Cassiano zur Fanes Hütte aufgebrochen. Ein ruhiger Start der Tour, bei dem wir am Anfang nur 300 Höhenmeter hinauf müssen. Dann wandern wir ruhig auf und ab über schöne Weiden mit den hohen Felsen der Cima Cunturines zu unserer Linken und dem Pass, der zur Lagazuoi-Hütte zu unserer Rechten führt. Nach einer 3-stündigen Wanderung sind wir in der Nähe der Fanes Hütte. Aber zuerst laufen Laurens, Erik, Evert und ich noch eine Stunde hoch zur Bechei di Sopra. Ein relativ einfacher Aufstieg über den Limosee (Lè de Limo). Wir gehen nicht ganz nach oben, sondern kehren bei ein paar alten Kasernen aus dem Ersten Weltkrieg noch einmal um.

Am nächsten Tag geht es zum eigentlichen Ziel unserer Reise: dem Rifugio Lagazuoi. Vom Passo Lagazió haben wir einen fantastischen Blick in die enge Schlucht. Und wir können schon das Rifugio sehen. Aber... wir müssen erst einmal noch 500 Höhenmeter bis zur Hütte überbrücken. Am kleinen See am Fuße des Passes nehmen wir uns die Zeit, um uns ein wenig zu stärken. Sehr beschäftigt! Das ist nicht sehr verwunderlich, denn 200 Meter unterhalb des Logo de Lagació liegt die Scotoni-Hütte. Und es ist leicht von einem Parkplatz aus zu erreichen. Und... ist als kulinarischer Hotspot bekannt. Besonders berühmt sind die Grillgerichte!

Gegen 4 Uhr erreichen wir die Hütte. Genügend Zeit, um alte Kasernen (ausgegraben in den Felsen) aus dem Ersten Weltkrieg zu besuchen. Und natürlich wandern wir nach einem Drink durch die Tunnel hinunter zum Passo Falzarego. wir können mit der Seilbahn zurückfahren 🙂

Am nächsten Tag regnet es und es ist neblig. Geplant war der Abstieg über den Kaiserjägersteig. Das ist nun ein ziemlich schwieriger Bergweg mit Kabeln, Treppen und einer spannenden Hängebrücke. Scheint jetzt nicht so schlau zu sein. Also beschließen wir, über einen Umweg nach unten zu laufen. Über die Scotonihütte 🙂 Also erstmal ein schönes Stück Apfelstrudel bevor wir unten ankommen. Wir beschließen dann, den Hexenstein zu besteigen. Etwa 250 Höhenmeter, der größte Teil durch alte Schützengräben, über Treppen und durch Spalten, die die Österreicher 1916 in die Felsen geschlagen haben. Nach einer Stunde sind wir oben! Mit coolem Blick über den Lagazuoi, aber auch mit Blick auf den Col di Lana. Ein besonderer Berg, denn er wurde 2016 von den Italienern gesprengt. Und das ist gut sichtbar, denn wo einst der Berggipfel war, befindet sich heute ein 100 Meter tiefer Krater.

Nach dem obligatorischen Gipsfoto wandern wir ruhig abwärts und weiter zum Passo Falzarego, wo wir nach und nach zu unserem letzten Übernachtungsplatz hinaufsteigen. Es hat jetzt aufgehört, leicht zu regnen. Und so bleibt nicht viel Begeisterung übrig, das Freilichtmuseum der Cinque Torri zu besuchen. Wir wollen nur schnell einsteigen! In der Hütte scheinen wir die einzigen Gäste zu sein. Und das, während wir Mitte August unterwegs sind. Wahrscheinlich haben sich viele Gäste entschieden, wegen des schlechten Wetters nicht hochzugehen.

Verständlich, wenn man das Foto von unserem letzten Tag sieht. Wo gestern Brücken waren, sehen wir jetzt nur noch ein Geländer. Unser Auto steht in einem kleinen Restaurant und sie sind so nett, uns den ganzen Platz zu geben, um unsere nassen Kleider gegen trockene Kleider zu tauschen. Und das Auto für den Rückweg packen. Am besten gefällt mir, dass man von den Gästen erwartet, dass sie es bereuen, dass es so stark geregnet hat. Aber die Gruppe war sich einig, dass der Regen (und der Donner) die Reise unvergesslich machten. Nun, ich denke, es kann beim nächsten Mal etwas trockener sein!