Meraner Höhenweg
Der Meraner Höhenweg ist einer der bekanntesten Höhenwege Südtirols. Der Meraner Höhenweg ist eine Tour rund um die Texelgruppe an der Grenze zu Italien und Österreich. Sehr abwechslungsreich. An einem Tag wandern wir über ruhige Almwiesen und am anderen Tag sind wir im Hochgebirge. Auf dieser 8-tägigen Wanderreise sind wir 6 Tage auf dem Höhenweg unterwegs und haben am letzten Tag noch Zeit, das schöne Meran zu besichtigen.
Wir wandern durch den Naturpark Texelgruppe. Der Naturpark ist Lebensraum von Rehen, Gämsen, Bergmurmeltieren und auch Steinböcken. Die Bergseen Spronser Seen und bekannte Dreitausender wie die Hohe Weiße bilden eine vielseitige Berglandschaft.
Die Tour ist ca. 90 km lang mit dem höchsten Punkt Eisjöchl auf knapp 3.000 Metern. Eine echte Alpinroute mit regelmäßig schmalen Bergpfaden und sogenannten Drahtseile (Seilzüge, die zum Festhalten dienen). Aber wir müssen nirgendwo klettern, klettern oder andere spannende Passagen erobern.
Wir starten von einem kleinen Hotel in Dorf Tirol, wo wir wieder enden werden. Während der Fahrt übernachten wir in Berghütten, Pensionen oder einfachen Hotels, die sich entlang der Strecke befinden.
- Abreisedatum
30 September 2022
- Anzahl der Tage
8
- Zahl der Teilnehmer
Ausgebucht
- Schwierigkeitsgrad
Medium
- Kosten
Von € 950
Begleiter
Meran(o) ist unsere Lieblingsstadt in Südtirol. Nicht nur, weil es immer warm ist, sondern vor allem wegen des mediterranen Looks, der entspannten Atmosphäre und der Tatsache, dass man entlang der Etsch (der Etsch) flanieren kann. Und wir sind in guter Gesellschaft, denn auch Kaiserin Sissi kam gerne hierher. Ich bin zum Beispiel schon immer gerne den Tapeinerweg entlang gelaufen. Aber ich habe das echte Berggefühl ein bisschen vermisst. Bis wir einmal den Meraner Höhenweg gelaufen sind! Es gibt auch schöne Bergpfade entlang von Weinbergen, aber der Großteil der Route verläuft in ernsthafter Höhe und die meisten Wege sind echte Bergpfade. Und was mir gefällt, ist, dass unser Flo uns auf dieser Reise begleiten kann. Ich freue mich darauf, den Meraner Höhenweg wieder zu begehen.
Von Tag zu Tag
Tag 1
Am späten Nachmittag erreichen wir Dorf Tirol. Dieser Ort liegt etwas oberhalb von Meran, sodass die frühen Gäste einen Drink am Etschufer genießen können. Beim Abendessen lernen wir uns kennen und besprechen auch, was wir in den nächsten Tagen unternehmen werden.
- Höhemeter
790 Hm
- Gehzeit
5:30 Std.
Tag 2
Heute wandern wir zum Giggelberg. Wir fahren mit dem Auto zum Hochmuthlift, wo wir das Auto für die nächste Woche stehen lassen. Von der Bergstation gehen wir ca. 10 Minuten geradeaus hinauf, danach verläuft der Weg (fast) flach. Wir gehen jetzt den berühmten Hans-Frieden-Weg entlang. Wer das war, verraten wir euch beim Gehen genau. Es ist auch sofort ein richtiger 'Bergsteig', wo uns regelmäßig sogenannte Drahtseilen als Stütze begegnen.
Nach zweieinhalb Stunden Gehzeit erreichen wir das Schutzhaus Hochgang, den höchsten Punkt auf der Südseite des Meraner Höhenweges. Wir haben jetzt 500 der 800 Höhenmeter geschafft, also ist es höchste Zeit für das Mittagessen! Wir bekommen ordentliches Südtiroler Essen. Denken Sie an Kaiserschmarren, Knödel und Brettljausen (ein deftiges Sandwichessen, bei dem verschiedene Wurst-, Fleisch- und Gemüsesorten auf einem Holzbrett serviert werden).
Nach dem Mittagessen fahren wir nach Giggelberg. Das Gelände wird nun etwas felsiger und alpiner. Auch auf dieser Etappe werden wir auf eine Reihe von Drahtseilen treffen. Unterwegs passieren wir die Tablander Alm und die Nasereithütte. Wir werden wohl noch rechtzeitig da sein, um noch etwas auf der Nasereithütte zu trinken, bevor wir eine Stunde später beim Gasthaus Giggelberg ankommen. Zuerst natürlich bei einem kalten Getränk den fantastischen Ausblick über Vinschau und Meran genießen.
Am Abend können Liebhaber noch die Fütterung der rund 20 Damhirsche beobachten, die in der Nähe der Hütte durch das Kleinwildgehege streifen.
- Höhemeter
560 Hm
- Gehzeit
5:30 Std.
Tag 3
Das heutige Ziel ist Dorf Katharinaberg. Nach dem Frühstück fahren wir los und erreichen nach etwas mehr als einer Stunde die Schlucht der 1000 Staufen. Durch die relativ neue 55 Meter lange Hängebrücke gibt es keine 1000 Stufen mehr, sondern immer noch einen steilen Abstieg und wieder bergauf. Natürlich haben wir keine Angst mehr vor Ketten und Drahtseile.
Nach der Klamm erreichen wir Hofschank Pirch. Wir haben uns wirklich eine kurze Pause und einen Drink verdient! Und es gibt kaum einen schöneren Ort, um eine Pause einzulegen. Nach der Pause wandern wir noch eine Stunde und erreichen gegen Mittag den Linthof.
Nach dem Mittagessen „müssen“ wir weiter und wandern allmählich weiter nach Nordwesten. So verlassen wir das weite Vinschauer Tal und wandern hinein in das enge wilde Schnalstal. Wir beginnen ein bisschen auf dem Asphalt, gehen aber bald wieder auf einem Bergweg. Unter anderem passieren wir die Sommerresidenz von Reinhold Messner (Schloss Juval), obwohl wir uns kein wirkliches Bild von der Burg machen. Nach etwa einer Stunde passieren wir den Waldhof. Wir haben nur etwas mehr als eine Stunde zu Fuß. Aber wenn es warm ist, trinken wir trotzdem etwas.
Nachdem wir den wunderschön gelegenen Unterperflhof mit einer wunderschönen Kapelle entlang gewandert sind, ist es nur noch ein Katzensprung bis zu unserer Übernachtung in Katharinaberg.
- Höhemeter
950 Hm
- Gehzeit
5:00 Std.
Tag 4
Heute wandern wir ins Pfossental, ein Seitental des Schnalstals. Das Pfossental ist auch der Beginn der Ötztaler Alpen. Es ist schön zu wissen, dass im Pfossental mehr Gämsen und Steinböcke leben als im gesamten Schnalstal Einwohner. Also… wer weiß, vielleicht begegnen wir sogar Gämsen oder Steinböcken!
Wir laufen jetzt erst ein Stück auf Asphalt, aber nach dem Montferthof wird es wieder schmaler. Schließlich überqueren wir den Bach über eine Holzbrücke und erreichen nach 10 Minuten Aufstieg den Gasthof Jägerrast (im Volksmund auch Vorderkaser genannt). Einige schöne Originalgebäude mit üppigen Blumengärten. Nicht umsonst ist es ein beliebtes Fotoobjekt. Bei uns ist es Zeit zum Mittagessen. Fans können hier hausgemachten Käse kaufen, den Sie natürlich 4 Tage mit sich herumtragen müssen.
Nach dem Mittagessen haben wir noch ca. 2 Stunden und 400 Höhenmeter vor uns. Aber der Schotterweg steigt sehr ruhig an, so dass es nicht mehr sehr schwierig ist. Wir wandern auf einem sogenannten Almerlebnisweg und stoßen dabei auf verschiedene Informationstafeln über die Landschaft und das Leben im Pfossental. Nach einer Stunde Gehzeit weitet sich das Tal und wir haben einen schönen Blick über die Eisfelder des Similaun.
Langsam ansteigend erreichen wir nach 2 Stunden Fußmarsch unser Ziel, den Eishof.
- Höhemeter
850 Hm
- Gehzeit
6:30 Std.
Tag 5
Heute ist die Schlüsselphase. Das bedeutet eine 6,5-stündige Wanderung mit einem Aufstieg von 850 Metern und einem Abstieg von nicht weniger als 1.300 Metern. Aber es ist auch die Queen-Bühne. Wir betreten das hochalpine Gebiet der Ötztaler Alpen und der Texelgruppe. Die Route wird von mächtigen Dreitausendern flankiert. Es ist technisch keine schwierige Etappe und der Aufstieg erfolgt allmählich.
Wir starten vom Eishof und kommen nach einer Weile über die Baumgrenze und die Landschaft wird rauer. Zu unserer Linken sind die Ötztaler Alpen mit der Hohen Wilde (fast 3.500 Meter) auch die Grenze zu Österreich. Nach 3 Stunden Gehzeit erreichen wir das Eisjöchl und wenige Minuten später die Stettiner Hütte. 2014 wurde die Hütte durch eine Lawine fast vollständig zerstört, seit 2018 ist es jedoch wieder möglich (in kleinen Hütten) zu übernachten. Und… man kann dort auch wieder essen. Heute haben wir es uns wirklich verdient, also setzen wir uns zu einem nahrhaften Mittagessen.
Nach dem Mittagessen geht es weiter auf einer alten Heerstraße und nach 2 Stunden Fußmarsch erreichen wir die Lazinser Alm. Von hier verlassen wir nach und nach das felsige Gelände und wandern über verschiedene Almen zum Gasthaus Lazins. Wieder so ein schöner Ort! Wir erreichen nun nach und nach Pfelders, übernachten aber etwas außerhalb des Ortes.
- Höhemeter
300 Hm
- Gehzeit
5:30 Std.
Tag 6
Heute bringen wir ein Lunchpaket mit. Obwohl wir nach einem 4-stündigen Spaziergang an der Jausenstation Christlhof ankommen, ist der Chrislhof nicht immer zum Mittagessen geöffnet. Sicher ist sicher! Der Meraner Höhenweg biegt nun allmählich nach Osten ab. Wir wandern in niedrigeren Höhen als die ersten Tage durch Almwiesen und dichte Wälder. Viel Grün und man merkt, dass hier mehr Regen fällt als im trockenen Vinschau.
Wir verlassen Pfelders und wandern am Bach entlang. Bauernhöfe liegen auf schmalen Terrassen mit angrenzenden steilen Almwiesen. Ab und zu laufen wir ein bisschen auf Asphalt, aber das dauert nie lange. Nach den Höfen von Ausserhütt wird es wieder richtig zum Meraner Höhenweg und wir wandern in den Wald. Im Weiler Ulfas werfen wir einen kurzen Blick auf die kleine Kirche, die dem Heiligen Korbinian geweiht ist. Die Geschichte um Korbinian und den Bären erzählen wir Ihnen auf der Tour selbst. Nach Ulfas ist es noch eine gute Stunde Fußmarsch bis wir die Jausenstation Chrislhof erreichen. Wir haben noch eine gute Stunde vor uns. Wir wandern nach Süden und haben einen schönen Blick über das Passeiertal mit St. Leonard in Passeier unter uns. Ab und zu etwas Asphalt, aber hauptsächlich Waldwege und Pfade durch die Almwiesen. Noch eine Stunde zu Fuß und dann sind wir am Ziel.
- Höhemeter
960 Hm
- Gehzeit
6:30 Std.
Tag 7
Wir haben einen langen Tag vor uns, aber je nach Wetter, Kondition und Stimmung in der Gruppe können wir diese Etappe zum Glück etwas verkürzen. Aber zuerst gehen wir langsam nach unten. Auch wir verlassen schnell den Asphalt Richtung Grüberhöfe. Wir überqueren dort den Kalmbach und sind nun am tiefsten Punkt des Meraner Höhenweges (780 Meter). Das bedeutet auch, dass wir jetzt wieder nach oben müssen. Wir wandern abwechselnd auf Bergwegen, Bergstraßen und Asphalt bis wir das Gasthaus Magdfeld erreichen. Es wird jetzt auch etwas spannender und wir überqueren steile Hänge, Waldstücke und Ziegenwiesen. Wir haben wieder ein paar Drahtseile und eine einzelne Treppe zum Festhalten.
Endlich erreichen wir das Gasthaus Brunner und es ist höchste Zeit zum Mittagessen. Dann ist es Zeit für den letzten Teil unserer Reise. Die erste Stunde geht es zunächst leicht bergauf, dann aber ziemlich flach durch den Wald bis wir Gfeis erreichen. Wie ein Adlerhorst thront es auf einem steilen Hang mit herrlichem Blick auf das Etschtal und die Meraner Ebene. Nach Gfeis taucht der Weg wieder in den Wald ein und wir steigen in Richtung Spronsertal ab, wo wir beim Longfallhof ankommen. An dieser Stelle können wir uns aussuchen, ob wir noch 2 Stunden bis zur Endstation der Hochmutbahn weiterfahren wollen oder ob wir in 1 Stunde zur Talstation absteigen wollen. Der Zeitunterschied lässt sich leicht erklären, denn im ersten Fall müssen wir zuerst das Spronsertal umrunden. Eine Stunde und ca. 280 Höhenmeter extra, aber es lohnt sich wieder.
Und dann… sind wir wieder unten und wir haben noch eine Nacht vor uns, bevor es Zeit ist, nach Hause zurückzukehren.
Schwierigkeitsgrad
Diese Wanderung hat einen Schwierigkeitsgrad von 'mittel'. Konkret bedeutet dies, dass Sie in der Lage sein müssen, 6 Stunden mit maximal 1.000 Höhenmetern zu gehen. Eine detaillierte Beschreibung der Schwierigkeitsgrade finden Sie auf dieser Seite.
Unterkünfte
Wir schlafen in einfachen Berghütten. Manchmal in einem Mehrpersonenzimmer, manchmal aber auch im unteren Bereich. Decken und Kissen sind in den Kabinen vorhanden. Es ist notwendig, einen Schlafsack oder einen Lakensack mitzubringen. Sie können bei uns auch einen Bogenbeutel mieten.
Wir haben Halbpension, Frühstück und Abendessen sind also im Preis inbegriffen. Nicht inbegriffen ist das Mittagessen und die Getränke, die wir unterwegs und am Abend konsumieren.
Obwohl uns unterwegs jeden Tag eine Hütte begegnet, ist es ratsam, ein paar Riegel mitzunehmen. Nicht zu viel, denn man muss alles selbst tragen und kann bei jeder Hütte neue Riegel kaufen.
Inclusiv
Exclusiv
Ausrüstung
Wir wandern in den Bergen und das stellt hohe Anforderungen an die benötigte Ausrüstung. Unverzichtbar sind gute Wanderschuhe (BC-Schuhe), ein guter Rucksack, der bequem auf dem Rücken sitzt und gute Regenkleidung. Eine komplette Packliste für solche Hüttentouren haben wir auf unserer Website hinterlegt.
Rechtzeitig vor Reisebeginn senden wir Ihnen zusätzliche Informationen, einschließlich einer Packliste, zu. Bestimmte Materialien wie Rucksack, Wanderstöcke, Stirnlampen können bei uns ausgeliehen werden. Bitte zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, wenn Sie weitere Fragen haben.
Die Texelgruppe
Die Texelgruppe (italienisch: Gruppo di Tessa oder Giogaia di Tessa) ist eine Untergruppe der Ötztaler Alpen im italienischen Südtirol.
Das Gebirge wird im Süden von der Etsch im Vinschgau, im Osten vom Passeiertal und im Westen vom Schnalstal begrenzt. Südöstlich der Texelgruppe liegt die italienische Stadt Meran. Im Nordwesten wird die Untergruppe durch das Pfossental und das Pfelderer Tal vom Rest der Ötztaler Alpen getrennt.
Der höchste Gipfel der Untergruppe ist das Roteck (3.337 Meter). Das gesamte Gebirge liegt im Naturpark Texelgruppe. Der Naturpark Texelgruppe ist mit 334 Quadratkilometern der größte der sieben Naturparks in Südtirol.
Die Vielfalt der Flora und Fauna macht die Texelgruppe besonders interessant. Eine beliebte Hüttenwanderung im Naturpark ist der rund 90 km lange Meraner Höhenweg, der rund um die gesamte Texelgruppe bei Naturns verläuft. Der höchste Punkt des Weges liegt auf knapp 3000 Metern auf dem Eisjöchl.
Der Naturpark ist Lebensraum von Rehen, Gämsen, Bergmurmeltieren und auch Steinböcken. Die Bergseen Spronser Seen und bekannte Dreitausender wie die Hohe Weiße bilden eine vielseitige Berglandschaft. Im Herzen des Naturparks Texelgruppe ist der Ort Moos/Moso Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen. Auch vom idyllischen Pfelders/Plan oder den Dörfern Kuens/Caines, Riffian/Rifiano, St. Martin/S. Martino und St. Leonhard/S. Leonardo können Sie die ganze Umgebung erkunden.
Viele der traditionell deutschsprachigen geografischen Namen haben während der Italianisierungspolitik während der faschistischen Herrschaft von Benito Mussolini ein italienisches Äquivalent erhalten. Die deutschen und italienischen Namen werden jetzt synonym verwendet.
- Gebirge
Texelgruppe
- Adresse
Meran
- Höhe
tot 3.337 m
- Region
334 km2
- Hütten
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